Professionelle Zahnreinigung

PZR 

Professionelle Zahnreinigung

Die Professionelle Zahnreinigung ist wichtig für die Mundhygiene. Wie sinnvoll ist sie, Ablauf, Kosten, Nachteile und Risiken der Professionellen Zahnreinigung.

Ablauf der Prophylaxe

Die Professionelle Zahnreinigung, oft als PZR abgekürzt, ist ein wichtiger Baustein für die optimale Mundgesundheit. In der Regel wird von einer Prophylaxeassistentin oder einer Dentalhygienikerin (engl: dental hygienist) die Reinigung der gesamten Mundhöhle beim Zahnarzt vorgenommen. Man spricht von einer individuellen Prophylaxe, während z. B. der Besuch des Zahnarztes in Kindergärten oder Schulen als Gruppenprophylaxe bezeichnet wird.

Bei der individuellen professionellen Zahnreinigung werden nicht nur die „Zähne geputzt“. Das Reinigen der Interdentalräume, kleiner Grübchen und der Zunge sind ebenso feste Bestandteile der professionellen Zahnreinigung wie die Ernährungsberatung und ein Gespräch zur Raucherentwöhnung. Demonstrationen wie schlecht zu reinigende Areale besser geputzt werden können und welche Produkte am besten verwendet werden, gehören ebenfalls zum Prophylaxetermin. Lesen Sie weitere Informationen zum Ablauf der PZR.

Dauer der PZR

Meist reservieren die Zahnarztpraxen 60 Minuten für eine professionelle Zahnreinigung. Allerdings kann die Dauer einer PZR auch schon mal 90 Minuten betragen, wenn beispielsweise der Patient neu in der Praxis ist und der Mundhygienestatus erst einmal neu aufgenommen werden muss oder die Mundhygiene enorme Schwächen aufweist. Bei Patienten, die regelmäßig zur Prophylaxe kommen und die häusliche Mundpflege auch ernst nehmen, kann auch einmal ein kürzerer Termin ausreichen (30 bis 40 Minuten). Die Kinderprophylaxe dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten.

Professionelle Zahnreinigung – Unterstützung für die perfekten Mundhygiene

Die professionelle Zahnreinigung unterstützt die häusliche Mundhygiene und ist sehr wichtig in der Prävention (Vorbeugen) von Karies und Parodontitis. Aber auch im Bereich der Humanmedizin findet die Mundhygiene in Kombination mit der professionellen Zahnreinigung immer mehr Beachtung. Patienten wissen mittlerweile, dass zu viele Bakterien in der Mundhöhle „aufs Herz“ gehen können. So kann ein zu viel an bestimmten in der Plaque vorkommenden Bakterien eine Parodontitis auslösen, die wiederum in Zusammenhang mit der Atherosklerose steht und Diabetes negativ beeinflusst. Des Weiteren ist die Prophylaxe ein wichtiges Instrument zur Früherkennung. Die Prophylaxeassistentin oder Dentalhygienikerin nimmt schließlich ca. 1 Stunde die gesamte Mundhöhle unter die Lupe.

Ultraschall

Die Arbeitsspitze eines Ultraschallgerätes wird in feine Schwingungen gebracht. Kommt diese schwingende Spitze beispielsweise mit Zahnstein in Kontakt, lockert sich dieser vom Zahn. Zusätzlich wird durch das Wasser, das aus der Ultraschallspitze gesprüht wird, das Phänomen der Kavitation ausgelöst. Kleine Wasserbläschen bilden sich. Wenn diese durch die Vibration platzen, wird Energie freigesetzt, die ebenfalls Beläge ablösen kann. Wichtig für die korrekte Verwendung des Ultraschallgerätes ist die ausreichende Wasserkühlung. Die Arbeitsspitze kann im ungekühlten Zustand bis zu 200 Grad Celsius erreichen und Zähne bzw. die Mundschleimhaut verletzen. Des Weiteren soll das Gerät drucklos über die Zahnoberfläche gleiten, um Aussprengungen aus dem Schmelzgefüge zu vermeiden.




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